Noch drei Tage bis zur 20. Ausgabe des Sparkassen Münsterland Giro! Am Samstag trifft auf den knapp 200 Kilometern von Borken nach Münster ein hochkarätiges Fahrerfeld aufeinander. Kurz vor dem Rennen steht ein weiterer prominenter Starter fest: Mads Pedersen kehrt zum Sparkassen Münsterland Giro zurück.

Noch am Sonntag war Pedersen bei den Weltmeisterschaften im Einsatz. Nur wenige Tage nach seinem sechsten Platz soll die WM-Form im Münsterland für das nächste Top-Ergebnis sorgen. Vor drei Jahren wurde der Ex-Weltmeister in Münster Dritter.
Mit Pedersen stehen nun fünf Etappensieger der diesjährigen Tour de France auf der vorläufigen Startliste. Neben ihm haben auch Søren Wærenskjold, Tim Merlier, Olav Kooij und Jasper Philipsen bei der Frankreich-Rundfahrt Tageserfolge gefeiert.
Philipsen jagt den historischen Hattrick

Für Philipsen geht es am Samstag um einen besonderen Eintrag in die Giro-Geschichte. Nach seinen Erfolgen 2024 und 2025 könnte der Belgier als erster Fahrer überhaupt den Sparkassen Münsterland Giro dreimal in Folge gewinnen.
Doch die Konkurrenz ist groß: Mit Tim Merlier und Matthew Brennan kommen zwei der erfolgreichsten Sprinter der Saison ins Münsterland. Dazu haben sich klangvolle Namen wie Kooij, Meeus, Girmay, Bittner und Groenewegen angesagt. Die Liste der Anwärter auf das Podium der 20. Ausgabe ist lang. Insgesamt sind zwölf WorldTour-Teams, acht ProTeams und drei deutsche Continental Teams gemeldet.
Max Walscheid verabschiedet sich in Münster

Für Max Walscheid wird der 3. Oktober unabhängig vom Ergebnis ein besonderer Renntag. Der 33-Jährige beendet beim Sparkassen Münsterland Giro seine Karriere als Radprofi. Zum 13. Mal steht Walscheid in der Startliste – kein anderes Rennen hat ihn während seiner Profikarriere so konstant begleitet.
2018 feierte Walscheid vor dem Münsteraner Schloss seinen größten Giro-Erfolg und gewann vor John Degenkolb, Nils Politt, André Greipel und Pascal Ackermann. 2022 wurde er Dritter, 2024 Fünfter. Mit der Zielankunft am Samstag endet seine Profikarriere dort, wo er über viele Jahre zu den prägenden deutschen Fahrern im Starterfeld gehörte.
(Foto: Lidl-Trek | @hardyccphotos)
Premiere in Borken – Klassiker-Feeling in den Baumbergen
Erstmals startet das Profirennen in Borken. Von dort führt der Kurs über 196,6 Kilometer durch die Kreise Borken und Coesfeld bis zum traditionellen Finale vor dem Schloss in Münster.

Die Schlüsselstelle wartet in der zweiten Rennhälfte: Auf rund 70 welligen Kilometern durch die Baumberge folgen mehrere kurze und steile Anstiege. Sie bieten Pedersen und weiteren Klassikerspezialisten die Gelegenheit, die Sprinter unter Druck zu setzen. Anschließend bleiben noch rund 50 weitgehend flache Kilometer bis Münster.
Dort führt das Rennen über die bekannte Schlussrunde durch die Innenstadt. Nach drei Runden entscheidet sich vor dem Schloss, wer sich bei der 20. Ausgabe in die Siegerliste einträgt – und ob Philipsen tatsächlich der historische dritte Erfolg in Serie gelingt.
Das Münsterland feiert den Giro
Auch entlang der Strecke wird die Jubiläumsausgabe zum Radsportfest. Bereits ab 11 Uhr startet in Borken das Programm. Bei der Teampräsentation mitten auf dem Marktplatz können die Fans die 161 Fahrer vor dem Start aus nächster Nähe erleben.
In Stadtlohn, Gescher, Coesfeld und Darup passiert das Profifeld gleich zweimal. Dort sowie an der Sprintwertung in Altenberge sind Streckenfeste organisiert, die zu Stimmungs-Hotspots entlang der Strecke werden. Vor und nach den Durchfahrten kann das Profirennen dort zudem live auf großen LED-Wänden verfolgt werden.
Gut vorbereitet in den Feiertag
Alle Informationen zum Streckenverlauf, zu den Durchfahrtszeiten und zu Verkehrshinweisen sind jederzeit online verfügbar: https://geo.stadt-muenster.de/giro. So lässt sich der Giro-Besuch bestens planen.
Wer nicht an die Strecke kommen kann, verfolgt das Rennen ab 13:10 Uhr in voller Länge in der ARD Mediathek (https://1.ard.de/muensterland-giro-live-1).
