Von Montreal ins Münsterland: Mads Pedersen mit Giro-Comeback

„This was the hardest race of the entire season – never again!“ Diesen Satz sagte Mads Pedersen hinter dem Podium der 2023er Ausgabe des Sparkassen Münsterland Giro. Gerade hatte der Däne eines der härtesten Rennen der Giro-Geschichte hinter sich gebracht. Regen, Wind und die Rampen im Teutoburger Wald sorgten für ein episches Rennen zwischen Osnabrück und Münster. Am Ende wurde Pedersen Dritter.

©Christoph Steinweg

Das härteste Rennen des Jahres?

Dabei wusste der Ex-Weltmeister in der 2023er Saison nur zu gut, was ein hartes Radrennen bedeutet. Wenige Wochen vor dem Giro war Pedersen bei der Weltmeisterschaft in Glasgow gestartet. Auf dem verwinkelten Kurs entwickelte sich bei schwierigen Bedingungen ein Ausscheidungsfahren par excellence. Pedersen übernahm früh die Initiative. Für die Fans wurde die WM zum großen Spektakel – für die Fahrer zur extremen Herausforderung. Manche sprachen sogar vom „toughest race of the century„.

Und dann kam das Münsterland.

Regen, Wind, Teutoburger Wald – und Fahrer, die das Rennen von Beginn an schwer machten. Denn wie eine alte Radsportweisheit sagt: „Es sind die Fahrer, die das Rennen machen.“ 2023 machten sie den Sparkassen Münsterland Giro zu einer Ausgabe, die in die Geschichte des Rennens eingegangen ist.

„Nie wieder“? Von wegen.

Worte unmittelbar nach einem solchen Rennen sollte man nicht auf die Goldwaage legen. Schon im vergangenen Jahr stand Pedersen erneut auf der Startliste des Sparkassen Münsterland Giro. Eine Erkrankung verhinderte jedoch kurzfristig seinen Start.

Nun nimmt der Däne den nächsten Anlauf: Am 3. Oktober kehrt Mads Pedersen zum Sparkassen Münsterland Giro zurück.

© Conny Kurth

Die Anreise könnte dabei kaum internationaler sein. Noch am vergangenen Sonntag war Pedersen bei den Weltmeisterschaften im kanadischen Montreal im Einsatz. Nur wenige Tage später soll die WM-Form im Münsterland für das nächste Top-Ergebnis sorgen.

Fünfter Tour-Etappensieger für den Giro

Mit Mads Pedersen kündigt sich zudem bereits der fünfte Etappensieger der diesjährigen Tour de France für den Sparkassen Münsterland Giro an. Neben dem Dänen haben auch Søren Wærenskjold, Tim Merlier, Olav Kooij und Jasper Philipsen in diesem Jahr Tagessiege bei der Tour gefeiert.

Damit wächst das hochkarätige Fahrerfeld für den 3. Oktober um einen weiteren großen Namen. Und wer weiß: Vielleicht fallen hinter dem Podium anschließend wieder ein paar Sätze, an die man sich noch Jahre später erinnert.

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