Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) hat den Sparkassen Münsterland Giro 2026 gewonnen. Der Niederländer siegte bei der 20. Austragung im Massensprint vor Jordi Meeus (Red Bull – BORA – hansgrohe) und Frits Biesterbos (Team Picnic PostNL). Kooij feierte damit seinen zweiten Sieg vor dem Münsteraner Schloss, nachdem er bereits 2022 der Schnellste war.

Die Jubiläumsausgabe mit Ausgangspunkt in Borken über knapp 200 Kilometer sah damit zum fünften Mal einen Sieger, der sich das zweite Mal in die Siegerliste eintragen konnte. „Gute Beine helfen immer“, sagte Kooij. „Wir haben es geschafft, mich für die letzten 100 Meter in eine gute Position zu bringen. Ich hatte dann viel Platz für meinen Sprint. Ich wusste, dass einige gute Fahrer an meinem Hinterrad waren, konnte mein Ding aber durchziehen. Es ist immer schön, zu gewinnen. Aber es ist noch besser, wenn die Konkurrenz so groß ist wie hier“, so der 24-Jährige.
Nach etwa 30 Kilometern stand die Gruppe des Tages, die sechs Fahrer umfasste und vom Hauptfeld maximal etwas mehr als zwei Minuten Vorsprung zugesprochen bekam. In den Baumbergen im Mittelteil des Rennens versuchte vor allem Visma | Lease a Bike, den erwartbaren Rennverlauf zu ändern. Zeitweise hatten sich rund 30 Fahrer vom Hauptfeld gelöst. Allerdings lief noch auf der Runde zwischen Coesfeld und Darup alles wieder zusammen. Die Ausreißer retteten sich derweil bis tief ins Finale und wurden erst fünf Kilometer vor dem Ziel auf den Schlussrunden durch Münster wieder gestellt.
„Ich hätte mir die 20. Jubiläumsausgabe nicht besser erträumen können“, sagte Fabian Wegmann, Sportlicher Leiter des Rennens: „Ausverkaufte LeezenCup-Rennen, ein hochklassiges Profifeld und so viele Zuschauer wie noch nie. Die Stimmung an der gesamten Strecke war unglaublich – von Borken über das Münsterland bis zum Ziel. Das war einfach Gänsehaut.“

Bereits vor den Profis hatten 8500 Teilnehmende bei den LeezenCups den Radsport-Feiertag am 3. Oktober eröffnet. „Die Bilder vom Prinzipalmarkt waren ziemlich beeindruckend. Getoppt wurde das dann noch durch das geniale Finale bei den Profis“, sagte Rainer Bergmann, Gesamtleiter des Sparkassen Münsterland Giros. „Alle beteiligten Kommunen waren sehr kooperativ, viele haben ein Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Insgesamt haben wir das letzte Jahr damit nochmal übertroffen. Ich hoffe, das gelingt uns auch nächstes Jahr wieder.“
Nicht dabei sein wird dann Max Walscheid (Lidl – Trek) – jedenfalls nicht als Aktiver. Der 33-Jährige beendete in Münster seine Profikarriere. Damit Walscheid sich gebührend verabschieden konnte, opferte sogar Mads Pedersen seine Siegchance. „Mads hat einen unglaublich guten Job gemacht und mich über die gesamten drei Runden beschützt. Ich konnte den Sprint eröffnen, aber ich glaube, ich war etwas zu früh dran“, sagte der 13., dem das Resultat dann aber doch nicht ganz so wichtig war. „Die vielen Fans und all die Botschaften heute haben mich wirklich überwältigt. Das geht weit über das Ergebnis dieses Rennens und ehrlich gesagt auch über all meine Resultate hinaus. Ich habe das Gefühl, dass die Menschen mich als Fahrer wertschätzen – und das bedeutet mir sehr viel. Es war ein ziemlich cooler Tag.“

