Philipsen hofft auf das Münster-Triple: „Das wäre etwas Besonderes“

Gegen Ende der Saison kommen einmal mehr die großen Namen der Sprinterszene zusammen, um beim Sparkassen Münsterland Giro eine der letzten wichtigen Massenankünfte des Jahres unter sich auszumachen. Auf dem Papier könnte die Entscheidung kaum enger ausfallen.

Foto © Sarah Rauch

In Jasper Philipsen stellt sich der Sieger der beiden vergangenen Jahre der Herausforderung, ein drittes Mal in Serie als Erster über die Linie zu fahren. Derweil will Mads Pedersen seine WM-Form nutzen, um das Rennen hart zu machen und auf das Podium zurückzukehren, auf dem er 2023 bereits einmal stand. 

Mit Matthew Brennan und Tim Merlier kommen dazu die beiden nach Siegen gemessen erfolgreichsten Sprinter der Saison nach Münster. Während der Youngster aus Großbritannien bei seinem Debüt gleich fünf Etappen der Vuelta gewann, entschied der erfahrene Belgier im September mehrere Eintagesrennen in seiner Heimat für sich. Derweil beendet Max Walscheid vor dem Münsteraner Schloss seine Profi-Laufbahn.

Das sagen die Protagonisten:

Jasper Philipsen (Alpecin – Premier Tech): „Ich fahre den Münsterland Giro sehr gerne und habe nach den Siegen in den vergangenen beiden Jahren natürlich sehr gute Erinnerungen an das Rennen. Drei Siege in Folge wären etwas Besonderes, aber einfach wird es nicht. Die Strecke ist auch in diesem Jahr wieder neu und gerade der Abschnitt durch die Baumberge dürfte das Rennen anspruchsvoll machen. Hoffentlich kommen wir dort in einer guten Position durch und können in Münster wieder um den Sieg kämpfen.“

Mads Pedersen (Lidl – Trek): „Es ist immer schön, in Deutschland Rennen zu fahren. Und es ist schön, wieder hier zu sein. Aber ehrlicherweise kommt mir der Kurs in diesem Jahr nicht ganz entgegen. Er ist sehr auf einen Sprint ausgelegt, und das ist für mich vielleicht der Nachteil. Aber man weiß nie – morgen könnte es auch ein hartes Rennen werden, und genau darauf hoffen wir.“

Max Walscheid (Lidl – Trek): „Es wird meine 13. Teilnahme in Münster. Nach so langer Zeit ist es schon verrückt, meine Karriere bei einem Rennen zu beenden, das mir persönlich sehr, sehr wichtig ist und an das ich supergute Erinnerungen habe. Ich bin sehr motiviert.“

Und weiter: „Mads Pedersen ist relativ kurzfristig bei uns ins Line-up gerutscht und wenn er dabei ist, ist natürlich klar, dass er uns sportlich anführen wird. Insofern werde ich abwarten, wie unsere genaue Teamtaktik aussieht. Wenn sich für mich die Möglichkeit ergibt, im Sprint noch einmal vorne zu landen, möchte ich die auf jeden Fall nutzen. Ansonsten möchte ich noch einmal einen guten Auftritt zeigen. Die Beine waren in den vergangenen Wochen gut und sind es nach wie vor. Ich möchte meine Karriere mit meiner bestmöglichen Performance beenden.“

Matthew Brennan (Visma | Lease a Bike): „Wir müssen einfach schauen, wie es läuft. Nach einer so langen Rennpause ist das natürlich das größte Fragezeichen. Aber es ist schön, die Beine mal wieder zu testen. Wir haben mit Fabio Jakobsen (der sein Debüt für Visma gibt) auch noch jemanden hier, deshalb haben wir sowohl mit ihm als auch mit mir Ambitionen. Wir schauen einfach, wie es läuft und können unseren Plan im Laufe des Tages immer noch anpassen.“

Tim Merlier (Soudal Quick-Step): „Ich freue mich sehr auf den Münsterland Giro. Es ist das letzte Eintagesrennen der Saison, bei dem ich noch einmal die Chance auf einen Sprint und den Sieg habe. Ich war schon mehrfach in Münster am Start, konnte das Rennen aber bisher noch nicht gewinnen. Das möchte ich in diesem Jahr unbedingt ändern. Ich bin sehr motiviert und werde alles dafür geben, um am Ende um den Sieg mitzufahren.“

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