Giro Fun Facts: zehn Fakten fürs Wochenend-Kneipenquiz

20 Ausgaben, jede Menge Geschichten – und ein paar Zahlen, bei denen man zweimal hinschauen muss. Zehn Fakten zum Sparkassen Münsterland Giro, mit denen ihr am Samstag nicht nur beim Radsport-Smalltalk glänzen könnt.

© Jasper Korth

1. Zwei ehemalige Giro-Sieger sind am Samstag wieder dabei – aber nicht auf der Leeze.

André Greipel hat den Giro 2008 und 2014 gewonnen. Diesmal sitzt er auf dem Motorrad: Als Regulator sorgt er dafür, dass im Profirennen alles nach Plan läuft.

Marcel Kittel, Sieger von 2011 und 2012, wechselt ebenfalls die Perspektive. Als Sportlicher Leiter begleitet er die Profis von Unibet Rose Rockets aus dem Teamfahrzeug.

2. Max Walscheid stand in seiner gesamten Karriere nur einmal nicht auf der Giro-Startliste.

Das war 2021. Und Max hatte eine ziemlich gute Ausrede: Der Radsportkalender war nach der Pandemie ordentlich durcheinandergeraten und am 3. Oktober fand zeitgleich ein gewisses Paris–Roubaix statt.

Max entschied sich für Nordfrankreich. Wir lassen das gerade noch so durchgehen.

3. Zweimal hintereinander gewinnen? Das haben in 20 Giro-Ausgaben nur zwei Fahrer geschafft.

Marcel Kittel gewann 2011 und 2012.

Jasper Philipsen gelang dasselbe 2024 und 2025.

Am Samstag kann Philipsen sogar noch einen draufsetzen: Gewinnt er wieder, wäre er der erste Fahrer der Giro-Geschichte mit drei Siegen in Folge.

4. Bei Mads Pedersens erstem Profisieg war ein Münsterländer mittendrin.

Mai 2016: Mads Pedersen ist 20 Jahre alt, fährt noch nicht in der WorldTour und sein Weltmeistertitel liegt noch mehr als drei Jahre in der Zukunft. Auf der 3. Etappe der Tour of Norway holt er seinen ersten Profisieg.

Mit ihm im Team: Fabian Wegmann.

Zehn Jahre und mehr als 60 Pedersen-Siege später treffen sich die beiden beim Giro wieder.

5. Dieses Starterfeld hat 2026 schon 13 (!) Grand-Tour-Etappen gewonnen.

Allein Matthew Brennan schlug bei der Vuelta a España fünfmal zu.

Tim Merlier gewann drei Etappen der Tour de France. Auch Mads Pedersen, Jasper Philipsen, Søren Wærenskjold und Olav Kooij durften in Frankreich jubeln. Michael Valgren steuerte einen Etappensieg beim Giro d’Italia bei.

Macht zusammen: 13 Grand-Tour-Etappensiege in einer Saison. Und jetzt kommen sie ins Münsterland.

6. Radrennen werden immer schneller. Unser Geschwindigkeitsrekord ist trotzdem schon 13 (!) Jahre alt.

2013 brauchte Jos van Emden für die 205 Kilometer von Beckum nach Münster nicht besonders lange: 47,02 km/h im Schnitt.

Bis heute ist niemand schneller durch das Münsterland gerauscht.

7. 205 Kilometer Rennen – und am Ende entscheiden ein paar Millimeter.

2017 war der Sprint vor dem Schloss so knapp, dass zunächst niemand wusste, wer gewonnen hatte. Kein Siegerjubel, stattdessen: warten.

Und warten.

Zehn Minuten brauchte die Jury, um das Zielfoto auszuwerten. Dann stand fest: Sam Bennett hatte den Zielstrich wenige Millimeter vor Phil Bauhaus und André Greipel überquert.

8. 2026 fährt wieder ein Cipollini durch Münster.

Die Geschichte des Giro beginnt eigentlich schon vor seiner ersten Ausgabe. 2002 war der große Giro – der Giro d’Italia – zu Gast in Münster. Der Etappensieger damals: Mario Cipollini.

24 Jahre später steht wieder ein Cipollini am Start: sein Neffe Edoardo.

Der 21-Jährige fährt in Münster sein allererstes Rennen in Deutschland – und erlebt vor dem Schloss dieselbe Zielrunde wie sein Onkel 2002.

9. Die halbe dänische WM-Mannschaft tauscht Montréal gegen Münster.

Gerade einmal sechs Tage liegen zwischen dem WM-Straßenrennen in Kanada und dem Giro. Trotzdem stehen am Samstag gleich vier Fahrer aus Dänemarks achtköpfigem WM-Aufgebot bei uns am Start:

Mads Pedersen, Kasper Asgreen, Michael Valgren und Søren Kragh Andersen.

Oder anders gesagt: Die Hälfte der dänischen WM-Mannschaft fährt sechs Tage später durchs Münsterland.

10. In 20 Giro-Jahren haben wir rund 100.000 LeezenFans aufs Rad gebracht.

Was als kleines Rennen für Hobbyradsportlerinnen und -radsportler begann, bringt heute Tausende Menschen selbst auf die Leeze.

2026 sind 8.500 Teilnehmende bei den drei LeezenCups dabei. Dazu kommen rund 700 LeezenKids bei den Fette-Reifen-Rennen und dem Laufradrennen vor dem Schloss – und viele weitere Mitfahrangebote in den Kommunen entlang der Strecke.

Denn beim Giro gilt seit 20 Jahren: Zuschauen ist gut. Selber fahren ist noch besser.

Kleiner Hinweis: Unsere Fun Facts basieren auf der vorläufigen Startliste 24 Stunden vor dem Rennstart. Bis zur finalen Bestätigung können die Teams noch Fahrer austauschen. Wer am Samstag tatsächlich an der Startlinie steht, wissen wir am 2. Oktober gegen 17 Uhr.

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