Gesucht ist der Nachfolger von Mark Cavendish. Der erfolgreichste aktive Profi hat seit letztem Jahr auch den Sparkassen Münsterland Giro in seiner langen Siegesliste stehen. Wer am 3. Oktober den Jubel genießen kann, wird sich nach 202,8 Kilometern vor dem Schloss Münster zeigen. Comeback vor dem Schloss und Rückkehr der Zuschauer*innen versprechen in jedem Fall eine Kulisse mit Feiertagsstimmung.

Zum ersten Mal startet der Herbstklassiker in Telgte. Es liegen nur 12 Kilometer zwischen dem Startort und dem Ziel in Münster, aber die Radsport-Profis nehmen eine lange Schleife durch das Münsterland. In diesem Jahr verläuft die Strecke durch die Parklandschaften des Kreises Warendorf.

Der Einstieg in das Rennen führt von Telgte flach in Richtung Beckum. Nach der ersten Rennstunde drückt ein selektiver Streckenabschnitt der diesjährigen Ausgabe den Stempel auf. Die Beckumer Berge sorgen mit knackigen Anstiegen für Höhenmeter und so prägen 60 Kilometer mit ständigem Auf und Ab den Sparkassen Münsterland Giro 2022. Vom Höxberg geht es nach Stromberg, wo in Klassikermanier eine kleine Runde gefahren wird und der Anstieg gleich zweimal bezwungen werden muss. Zur Rennmitte nehmen die Höhenmeter ab und das Tempo zu. Auf flachem Terrain geht es wieder in den Norden des Kreises Warendorf, bevor das Finale in Münster in Sicht kommt. Nach der ersten Durchfahrt vor dem Schloss Münster warten noch drei entscheidende Runden durch die Münsteraner Innenstadt.

Rainer Bergmann, Gesamtleiter des Sparkassen Münsterland Giro sagt: „Ein neuer Startort, eine Strecke komplett durch die Parklandschaften des Kreises Warendorf, das Comeback vor dem Schloss in Münster – die Freude auf den 3. Oktober ist groß! Auf und entlang der Strecken erwarten wir den großen Feiertag zurück, den wir in den letzten beiden Jahren leider nicht feiern konnten. Top-Profis, tausende Hobbyradsportler*innen, die Kinder auf der Zielgerade und dazu der Jubel der Fans machen den Sparkassen Münsterland Giro aus. “

Im vergangenen Jahr haben viele Attacken das Rennen geprägt und die Fans begeistert. Lange blieb der Rennausgang offen. Der Sportliche Leiter des Sparkassen Münsterland Giro, Fabian Wegmann, sieht diese Möglichkeit auch auf der aktuellen Strecke: „Der 3. Oktober ist immer eine Wundertüte. Im letzten Jahr haben wir gesehen, dass die Jungs dem Wetter getrotzt und aus dem Giro einen offensiven Herbstklassiker gemacht haben. Das hat uns motiviert, mit den Beckumer Bergen und über 200 Kilometern richtiges Klassiker-Flair einzubauen. Auch wenn der Weg zurück nach Münster flach ist, es gibt keine Garantie auf einen Massensprint vor dem Schloss.“

Zehn Jahre ist es her, dass Marcel Kittel den Sparkassen Münsterland Giro für sich entschieden hat. Damals ist dem Sprinter gelungen, was bis heute einzigartig in den Geschichtsbüchern des Rennens ist: er hat seinen Titel direkt verteidigt und zweimal hintereinander gewonnen. Sein Blick auf die Strecke 2022: „Das bergige Teilstück war vor zehn Jahren zum Glück für mich nicht dabei. Aber für die Fans ist es super, denn es macht das Rennen spannend und das Zuschauen zum Erlebnis. Ich bin gespannt, ob die Sprinterteams in der zweiten Rennhälfte doch wieder rankommen. So oder so – das Münsterland kann sich auf großen Sport zum Saisonende freuen.“

Drei Rennen für Hobbyradsportler*innen stehen
Wie für die Profis, steht das Münsterland auch bei Jedefrau und Jedermann für den Höhepunkt einer großartigen Rennradsaison. Die Hobbyradsportler*innen können wieder aus drei Distanzen wählen. Der „Cup der Sparkasse Münsterland Ost“ führt über 65 Kilometer, der „Cup der Provinzial Versicherung“ über 95 Kilometer und der „Cup der LBS“ über 125 Kilometer. Alle drei Rennen starten in Münster, auf abgesperrten Straßen über den nördlichen Teil der Profi-Strecke. Dabei passieren alle Teilnehmenden unter anderem den Profi-Start in Telgte und werden vor dem Schloss Münster bei der gleichen Zieldurchfahrt wie die Elite gefeiert. Auf www.muensterland-giro.de kann jetzt der Startplatz für das Jedermann-Rennen am 3. Oktober gebucht werden.

Vorfreude auch bei den kleinsten Talenten
In diesem Jahr erhalten auch die kleinsten Radsportfreunde ihre große Bühne zurück. Neuer Partner der Kinderrennen sind die Stadtwerke Münster. Beim Laufradrennen, dem Stadtwerke-GIROlino, holen sich Kids zwischen 3 und 5 Jahren den Applaus der Zuschauerinnen und Zuschauer auf der Zielgeraden ab. Für die Älteren gibt es erstmals drei Rennen beim Stadtwerke-Kids-Cup. In drei Altersklassen (6-8 Jahre, 9-11 Jahre, 12-14 Jahre) fahren sie kurz vor den Profis den Innenstadtkurs über den Prinzipalmarkt.

Statements der Vertreter*innen der Kommunen und Partner

Markus Lewe, Oberbürgermeister der Stadt Münster: „Ich freue mich auf ein tolles Sportevent, das nach den pandemiebedingten Einschränkungen der letzten Jahre nun endlich wieder in vollem Umfang stattfinden kann. Der Giro ist in vielerlei Hinsicht ein Leuchtturmprojekt: Er verbindet nicht nur die Landkreise, sondern steht auch als Symbol für unsere fahrradfreundliche Region. Mit seiner internationalen Strahlkraft ist er für uns sowohl auf sportlicher als auch auf marketingtechnischer Ebene von großer Bedeutung.“

Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf: „Wir freuen uns riesig, dass der Giro als drittgrößte Radsportveranstaltung Deutschlands nach vier Jahren wieder durch den Kreis Warendorf rollt. Die Streckenführung zeigt, wie vielfältig unser Kreis ist: sei es der Profi-Start in Telgte, unsere wunderschöne Parklandschaft, die Beckumer Berge und die Stromberger Schweiz oder die Schlösser und Herrenhäuser am Rande des Kurses. In den Orten, durch die der Giro führt, werden unsere Bürgerinnen und Bürger den Jedermännern und den Profis eine tolle Kulisse bereiten und sie vom Streckenrand aus lautstark anfeuern! Durch die live-Übertragung können nicht nur Radsportfans in Deutschland, sondern auch in ganz Europa sehen, dass wir ideale Bedingungen zum Radfahren haben – egal ob mit dem Rennrad oder mit dem Hollandrad.“

Wolfgang Pieper, Bürgermeister der Stadt Telgte: „Telgte bietet als Fahrradstadt ein wunderschönes Ambiente und die richtige Atmosphäre für den Start des Giro. Die historische Altstadt hat außerdem für alle Gäste ein gutes gastronomisches und touristisches Angebot parat. Wir haben die Fahrradinfrastruktur in Telgte in den letzten Jahren erheblich ausgebaut. Ich bin viele Jahrzehnte beruflich mit dem Rad von Telgte nach Münster gefahren. Meine damalige Strecke wird jetzt zur Veloroute und erhält dadurch einen ganz neuen Standard. Aber auch die üblichen „Pättkesfahrten“ werden im Münsterland nie langweilig.“

Klaus Richter, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Münsterland Ost: „Ohne die zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, ohne das Engagement der Organisatoren, ohne die aktive Mitwirkung der Kreise und Gemeinden gäbe es für uns Sparkassen schlicht nichts zu fördern. Und das ist ein Teil meines Fazits: Der Sparkassen Münsterland Giro zeigt, was vereinte Kräfte für diese Region bewegen können.“

Jürgen Schnittker, Vertriebsmanagement/Öffentlichkeitsarbeit der Sparkasse Beckum-Wadersloh: „Beckum (in 2013) und Wadersloh (2017) waren bereits Startorte für den Münsterland-Giro. Nun kommt das Rennen zurück in unsere Region und wird dort im wahrsten Sinne des Wortes für Höhepunkte sorgen. Wie die gesamte Region bietet auch unser Geschäftsgebiet attraktive Fahrradrouten. Insbesondere ist hierbei die sog. „Zementroute Beckum“ hervorzuheben, die über 27 Kilometer großartige Eindrücke der früheren und heutigen industriellen Zementproduktion in Beckum bietet. Sie führt entlang verlassener Stätten der Industriekultur hin zu den Landschaftsoasen, die sich wie eine Perlenkette durch das Zementrevier Beckum ziehen.“

Kerstin Dewaldt, Leiterin des Sportamtes der Stadt Münster: „Wir erwarten über 5.000 Aktive am 3. Oktober. Von den Kleinsten bis zur Weltspitze trifft sich der Radsport im Münsterland. Und wer zum ersten Mal dabei sein möchte, kann mit unseren vielen Angeboten reinschnuppern. Vom Anfängerworkshop mit Fabian Wegmann bis zum Fun Block im Rennen machen wir den Einstieg in den Radsport für Jedefrau und Jedermann leicht.“

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