Alvaro Hodeg hat die 14. Auflage des Sparkassen Münsterland Giro gewonnen. Nach 193,3 Kilometern setzte sich der Kolumbianer im Sprint eines dezimierten Hauptfeldes vor Pascal Ackermann (Bora-hansgrohe) und Tim Merlier (Corendon-Circus) durch.

Das Rennen wurde lange Zeit von fünf Ausreißern und mehreren Regenschauern bestimmt. Schon bald nach dem scharfen Start hatten Brian van Goethem (Lotto-Soudal), Maurits Lammertink (Roompot-Charles), Lars Kulbe (Sauerland-NRW) aus dem Hauptfeld attackiert. Juri Hollmann (Heizomat rad-net.de) und Marc Clauß (Dauner-Akkon) nahmen die Verfolgung auf. Nach rund 15 gefahrenen Kilometern erfolgte der Zusammenschluss und die Spitzengruppe des Tages stand, nachdem auch das Feld das Tempo herausnahm. Der maximale Vorsprung des Quartetts betrug 6:40 Minuten.

70 Kilometer vor dem Ziel zeigte sich mit Mathieu van der Poel (Corendon-Circus) erstmals einer der Favoriten vorne. Er erhöhte das Tempo und zog das Feld mit sich und der Vorsprung der Ausreißer sank erheblich. Inzwischen hatte aus der Spitzengruppe Clauß reißen lassen müssen, entschied aber die Sprintwertung für sich. Danach setzten sich von Goethem und Lammertink von Hollmann, der sechs der sieben Bergwertungen gewann und damit den Gesamtsieg in der Sonderwertung holte, und Kulbe ab und versuchten, sich noch eine Weile vor dem heranrasenden Hauptfeld zu behaupten. Rund 50 Kilometer vor dem Ziel war aber auch ihre Flucht beendet.

Danach blieb es im Peloton eine Zeitlang ruhig. Erst als es in Richtung Münster ging, erfolgten wieder einige Angriffe. Kurz vor der ersten Zielpassage am Schlossplatz – inzwischen war der Regen immer stärker geworden -, rund 15 Kilometer vor dem Ziel, war es erneut Van Goethem, der sich wieder als Ausreißer versuchte und das Finale maßgeblich gestaltete. Er wehrte sich gegen die Sprinterteams und wurde erst 500 Meter vor dem Ziel gestellt. Danach fiel die Entscheidung beim Sparkassen Münsterland Giro im Massensprint.

„Das war heute eine Premiere, wie hatten noch nie so ein Wetter, aber das hat der tollen Veranstaltung letztendlich keinen Abbruch getan. Vom Start in Emsdetten habe ich nur Positives gehört, beim Start waren zahlreiche Zuschauer und auch die Nachwuchsrennen waren sehr gut besucht. Auch entlang der Strecke war einiges los – und das trotz des Regens. Die Rennfahrer haben ein tolles Rennen gezeigt und wunderbare Bilder auch für die Zuschauer vor den Fernsehern geliefert. Ich kann eine positive Bilanz ziehen“, so Cheforganisator Rainer Bergmann.

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